Palmenoase in Dinslaken

Palmenoase in Dinslaken

hier gibt es eine wirklich interessante Erfolgsgeschichte zu lesen. Michael hat bereits vor 12 Jahren mit diesem wunderbaren Hobby begonnen und in NRW eine wahre Oase im eigenen Garten geschaffen. Aber lest und seht selbst…

„unsere Palmenleidenschaft begann im Jahr 2006, nachdem der neue Holzpool aufgebaut war. Dieser sollte exotisch dekoriert werden und so kamen wir mit Palmen und Bananen in Kontakt. Die Begeisterung kannte kein halten mehr, so war man der neuen Liebe verfallen. Da wir einen Bekannten hatten, der sich aufgrund seines Berufes sehr gut mit diesen Pflanzen auskennt, war der Start eigentlich schon gemacht. Da wir es allerdings ablehnten, direkt große Palmen zu kaufen, wurden die zu bepflanzenden Flächen im Jahr 2007 erst einmal vorbereitet und kleine Pälmchen im Topf kultiviert. Im Jahr 2008 erfolgte unsere erste Auspflanzung direkt neben der Pooltreppe, das Ergebnis seht ihr hier:

Der „Stamm“ dieser Trachycarpus fortunei maß zu diesem Zeitpunkt ca. 15 cm. 

Die beiden anderen Trachys verblieben zunächst im Topf, da wir aus Bedenken nicht gleich alle 3 Trachy´s auspflanzen wollten.

Die zwei 2007 gekauften Bananen (Musa Basjoo) wurden dann von uns auch im Jahr 2008 hinter dem Pool ausgepflanzt. Der schnelle Wuchs dieser Pflanzen kann anhand der folgenden Bilder nachvollzogen werden: 

Anhand der nächsten Bilder kann man auch die rasante Größenentwicklung der Trachys vom Jahr 2008 bis zu diesem Jahr (2018) erkennen.

Nach dem Auspflanzen wurden die Hanfpalmen jeweils mit dem Hormon „Superthrive“ gedüngt. Dieses bewirkt im ersten Jahr ein erhöhtes Wurzelwachstum, allerdings auf Kosten des Größenwachstums. Ab dem zweiten Jahr ist die, am Poll gepflanzte, Trachy jährlich zwischen 40 und 60 cm gewachsen. Inzwischen hat sie eine Stammhöhe von ca. 4,50 m. Das Höhenwachstum hat allerdings inzwischen auch ein wenig abgenommen. Eine kleine Exkursion: Trachycarpus Fortuneii sind einhäusige Pflanzen. Zwei, der drei beschriebenen Trachys sind weiblich und eine männlich. Erkennbar ist dies an den gelblichen Blütenständen der männlichen und an den grünlichen Blütenständen der weiblichen Pflanzen. Inzwischen haben sich etliche kleine Pflanzen unterhalb der großen Trachy gebildet. Im Laufe der Jahre haben wir noch eine Trachy am Pool ausgepflanzt. Eine weitere, allerdings eine Trachycarpus Wagnerianus, haben wir im Beet vor unserer Terrasse ausgepflanzt und eine Phoenix canariensis steht ausgepflanzt in einem geschützten Gartenbereich, doch davon später mehr. Wie man weiter auf dem oberen Bild erkennen kann, haben wir (allerdings in „Topfhaltung“) eine Chamaerops humilis.

Das Thema Winterschutz hat uns von Anfang begleitet. Zu Beginn unserer Exotenkarriere habe ich die ausgepflanzten Palmen immer noch gut eingepackt und zum Teil zusätzlich mit Lichterschläuchen in Verbindung mit einem UT 200 gewärmt.

Hier kann man auch die Konstruktion über dem Bananenbeet erkennen. Ein mobiles Gewächshaus, indem ein Frostwächter für Temperaturen kurz über dem Gefrierpunkt sorgt.
Bislang ist hier noch keine Banane aufgrund Frosts zu Grunde gegangen. Die Palmen haben inzwischen eine Größe erreicht, wo ein solch aufwendiger Winterschutz nicht mehr möglich ist!

Daher schütze ich maximal der Meristem mit eingewickelter Folie und überlasse die Trachys ansonsten ihrem Schicksal. Jede Trachy hat zwar ein Heizkabel um den Stamm, dieses geht  allerdings erst bei -10°C ans Netz und arbeitet in Verbindung mit einem UT 200 . 

Die Topfpflanzen wurden zu Beginn in einem mobilen Gewächshaus untergebracht.

Inzwischen verfügen wir über ein feststehendes Gewächshaus mit entsprechender Heizung, sodass auch die empfindlichsten Exoten sicher untergebracht sind.

Wie angekündigt, die Geschichte der Phoenix canariensis. Angeschafft, um unserem Pool ein noch exotischeres Aussehen zu spendieren, wuchs uns diese Palme relativ schnell um die Ohren. Aufgrund der Wuchshöhe war dann auch nichts mehr mit der Überwinterung im Gewächshaus, also musste eine Lösung her. Ich nannte das Ganze: „das Phoenix-Experiment“. Obwohl die Phoenix weitaus empfindlicher ist als die Trachy, versuchten wir es und pflanzten sie aus! Allerdings habe ich ihr direkt ein Heizkabel um die Wurzel gegeben und gleichzeitig wurde der Wurzelballen mit Styropor umbaut.

Das freudige Ergebnis:

Bei Kälteeinbruch binde ich die Phoenix canariensis hoch, umwickle sie mit einem weiteren Heizschlauch und schütze sie zusätzlich mit einem Pflanzenschutz.

Bislang hat es funktioniert und ihr seht an dieser Stelle ein Bild aus dem exotischen Winterwonderland namens Ruhrgebiet.


Vielen vielen Dank Michael für diese tollen Bilder und interessanten Worte. Wir wünschen dir weiterhin viel Erfolg beim Überwintern und noch mehr Freude bei der Beschäftigung mit diesem Thema!